Apfelessig für die Haut

Wie gesund ist das vielseitige Naturprodukt wirklich?

Flasche Apfelessig

Apfelessig gilt als Wundermittel. Nicht nur soll es die Haut pflegen und Unreinheiten bekämpfen, es glättet außerdem die Haare, hellt sie auf, regt das Wachstum an. So gut wie keinem anderen Hausmittel wird ein derart breites Wirkungsspektrum zugeschrieben wie dem Apfelessig.

Und das zurecht! Dessen positive Wirkung ist nämlich wissenschaftlich erwiesen – insbesondere bei Hautproblemen. Doch welche Anwendungsmöglichkeiten und -wege gibt es und welche eignen sich überhaupt für deinen Hauttyp?

Mit diesen Fragen haben wir uns in den folgenden Abschnitten beschäftigt.

Was ist Apfelessig überhaupt?

Apfelessig wird aus dem Most von Äpfeln gewonnen, dem Bakterienkulturen zugesetzt wurden. Er ist somit ein reines Naturprodukt und enthält viele wichtige Vitamine, Nährstoffe, Enzyme und Spurenelemente. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen:

Die heilsame Wirkung von Apfelessig ist der Menschheit schon sehr lange bekannt. Bereits die alten Römer nutzten ihn – wie antike Quellen berichten -, um Wunden zu desinfizieren. Im Mittelalter wurde er dagegen als Mittel gegen den schwarzen Tod eingesetzt. Waschungen mit Apfelessig sollten die Ansteckungsgefahr verringern. Heutzutage schätzt man ihn primär als Beautyprodukt gegen trockene Haut.

Allerdings findet Apfelessig auch in der Naturheilkunde Anwendung als Alternative zu schulmedizinischen Behandlungen.

Wichtigste Inhaltsstoffe:

  • Vitamin 1, B1, B2, B6, C, E
  • Eisen
  • Beta-Carotin
  • Natrium
  • Calcium
  • Kupfer
  • Zink
  • Magnesium
  • Phosphat

Wie wirkt Apfelessig auf die Haut?

Apfelessig wirkt auf die Haut klärend und gleichzeitig antibakteriell. Das liegt unter anderem daran, dass das Hausmittel einen recht hohen Säuregehalt aufweist.

Die Essigbakterien öffnen die Poren, sodass überschüssiger Talg ausgeschwemmt wird. Wenn du regelmäßig Apfelessig verwendest, beugst du somit Pickeln und verstopften Poren vor. Gleichzeitig reduziert er die Melaninproduktion und regt die Blutzirkulation an, wodurch man Pigmentflecken entfernen oder vorbeugen kann. Resultat: Wenn du Apfelessig auf deiner Haut anwendest, verbessert dieser das Hautbild innerhalb kurzer Zeit sichtbar.

Wie wende ich Apfelessig bei der Reinigung und Pflege an?

Die Wirkung von Apfelessig auf der Haut hängt nicht zuletzt von der Art und Weise ab, wie du ihn anwendest. Wie schon beschrieben, ist dieser nämlich ein extrem vielseitiges Beautyprodukt und findet in unterschiedlichsten Bereichen Verwendung. So beispielsweise als Make-Up-Ersatz:

Besonders bei öliger und fettiger Haut ist Apfelessig optimal als Toner oder Gesichtskur geeignet, da er die erhöhte Talgproduktion der Drüsen ausbalanciert.

Auch normale Hauttypen profitieren allerdings von seiner pflegenden Wirkung.

Frau reinigt Gesicht mit Toner

Anwendung des Apfelessigs auf der Haut:

  • Mische Apfelessig und Wasser im Verhältnis 1 : 1 zusammen.

Du kannst ihn auch unverdünnt auftragen, solltest vorher aber testen, ob deine Haut die Säure verträgt.

  • Tupfe dann die Mixtur mit einem Wattepad sanft auf die Haut.
  • Lasse den Essig kurz einwirken, wasche ihn dann ab und pflege deine Haut anschließend mit einer Feuchtigkeitscreme.

Achtung: Hinterher solltest du unbedingt einen Sonnenschutz auftragen. Deine Gesichtshaut ist durch den Kontakt mit dem Apfelessig nämlich besonders empfindlich. Um sie an die Pflege zu gewöhnen, solltest du ihn am Anfang außerdem nur jeden dritten Tag benutzen.

Apfelessig gegen Pickel und unreine Haut

Auch als Beauty-Kur für unreine Haut ist Apfelessig beliebt.

Alles, was du dafür brauchst, ist heißes Wasser und ein Handtuch.

  • Drücke ein feuchtes, warmes Handtuch für zwei bis drei Minuten auf dein Gesicht, damit sich die Poren öffnen.
  • Anschließend gibst du sieben Esslöffel Apfelessig in kochendes Wasser und hältst dann dein Gesicht über das provisorische Apfelessig-Dampfbad für deine Haut. Damit nicht zu viel von dem Essig entweicht, lege dir am besten ein Handtuch über den Kopf.
  • Lass den Dampf für etwa fünf Minuten einziehen, danach tupfst du dein Gesicht ab und trägst eine Feuchtigkeitspflegecreme auf.
  • Auch bei Krankheiten wie Rosacea, Neurodermitis oder sogar Schuppenflechte kann Apfelessig der Haut eine große Hilfe sein. Diese zeigen sich meist in Form von Rötungen oder entzündeten Stellen. Trägst du Apfelessig mit einem Wattebausch auf die betroffenen Hautpartien auf, kann dieser seine entzündungshemmende Wirkung entfalten.

    Es ist allerdings auch möglich, ihn direkt – mit Honig vermischt – zu sich zu nehmen. Zweimal wöchentlich ein Esslöffel Essig sollte genügen.

  • Da Apfelessig in der Haut seine entgiftende und entschlackende Wirkung entfaltet, kann diese Allround-Wunderwaffe auch gegen die allseits bekannte Organgenhaut oder Cellulite helfen. Er spült die Giftstoffe, welche sich im Bindegewebe gesammelt haben, einfach nach draußen. Für eine selbstgemachte Anti-Cellulite-Kur brauchst du nun nicht viel außer Bodylotion, Wattepads und das Wichtigste – den Apfelessig. Letzteren nimmst du in verdünnter Form zweimal am Tag zu dir (zwei Esslöffel).

    Schon nach wenigen Wochen solltest du erste positive Veränderungen bemerken.

  • Du leidest unter einer stark juckenden Pilzinfektion und wirst sie einfach nicht los? Dann versuch es doch mal mit einem Bad in Apfelessig. Gieße einfach ca. einen Liter Essig in deine Badewanne und fülle den Rest mit warmem Wasser auf. Das Bio-Produkt tötet Pilzsporen und lindert außerdem den Juckreiz.

    Achtung: Apfelessig kann äußerlich auf der Haut angewendet wahre Wunder wirken. Allerdings gilt auch bei dieser Methode: Nutze den Essig nicht zu oft, sonst trocknet deine Haut zu stark aus.

  • Gegen Altersflecken auf der Haut kann Apfelessig verschieden – innerlich oder äußerlich – eingesetzt werden. Ein Esslöffel am Tag, mit Wasser verdünnt, führt deinem Körper wichtige Vitamine und Nährstoffe zu. Diese benötigt deine Haut, um vital zu bleiben und ihre Spannkraft zu erhalten. Auf diese Weise reduzierst du Altersflecken, Falten und Hautunreinheiten und förderst zusätzlich deine Verdauung.

    Es ist aber auch möglich, den Essig direkt auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Verstärken kannst du den Effekt mit einer Apfelessig-Zwiebelsaft-Mischung. Tränke ein Wattestäbchen mit der Substanz und tupfe sie zweimal täglich auf die entsprechenden Hautpartien. Das wiederholst du über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen.

  • Auch gegen Warzen empfehlen einige Experten Apfelessig. Man vermutet, dass die Viren, welche die Warzen entstehen lassen, sich im basischen Milieu des Apfelessigs auf der Haut nicht vermehren können. Er trocknet die unschönen Horngebilde außerdem aus, sodass sie selbstständig abfallen. Auch Alterswarzen kann man mit Apfelessig behandeln.

    • Gib etwas Apfelessig auf einen Wattebausch und befestige diesen über Nacht auf der Warze.
    • Wiederhole diese Behandlung mehrere Tage lang.

    Ist die Warze nach einer Woche nicht verschwunden, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Worauf solltest bei der Pflege deiner Haut mit Apfelessig achten?

Wie schon beschrieben, kommt es beim Verwenden von Apfelessig auf der Haut auf die Dosierung an. Unverdünnt solltest du diesen nur auftragen, wenn du dir sicher bist, dass er deine Haut nicht reizt oder strapaziert. Brennt der Apfelessig auf deiner Haut, solltest du ihn stärker verdünnen.

Weiterhin gilt: Verwende immer nur Bio-Apfelessig.

Diesen erkennst du daran, dass er naturtrüb ist. Auch der Hinweis „aus ganzen Äpfeln“ ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, auf das du achten solltest.

Naturtrüben Bio-Apfelessig gewinnt man direkt aus frischen Äpfeln, daher verfügt er über viele wertvolle Vitamine und Spurenelemente.

Herkömmlicher Apfelessig enthält dagegen oft künstliche Vitamine und ist mit chemischen Stoffen versetzt. Solche „künstlichen“ Produkte solltest du daher meiden.

Apfelessig in Flasche

Deine Checkliste – darauf solltest du beim Einkauf achten:

  • Nur Bio-Apfelessig kaufen
  • Essig muss naturtrüb sein
  • Essig muss aus ganzen Äpfeln gewonnen werden
  • Es darf keine Mischung aus verschiedenen Früchten sein, sondern nur eine aus reinen Äpfeln