Bart trimmen

so gibst du deinem Bart die perfekte Form

Sich einen Bart stehen zu lassen, ist nicht schwer. Man wartet bis die Haare sprießen und geht hin und wieder zum Barbier um die Ecke, damit die Gesichtsbehaarung nicht irgendwann bis zum Bauchnabel reicht. Richtig? Nicht ganz. Denn nicht jeder ist von Natur aus mit einem kräftigen Bartwuchs gesegnet. Bei wem jedoch die Gesichtshaare in voller Pracht sprießen, der sollte sie ab und zu in Form bringen. Wer sich dabei Zeit und Geld sparen will, der kann seinen Bart selbst trimmen. Wir geben dir eine Anleitung an die Hand sowie Tipps und Tricks, die dir erklären, was du zum Schneiden brauchst und wie du beim Trimmen vorgehst. Außerdem versorgen wir dich mit Ideen, indem wir dich über die aktuellen Bart-Trendfrisuren aufklären.

Mann stutzt seinen Bart

Welche Hilfsmittel benötige ich beim Bart trimmen?

  • Je mehr Schnittlängen du beim Bartschneider einstellen kannst, desto besser.

  • Dieser ist perfekt für die Detailarbeit an Hals, Wangen und Oberlippe geeignet.

  • Wenn du deinen Barttrimmer mal unterwegs benutzen willst oder im Urlaub das Kabel nicht parat hast, hilft ein leistungsfähiger Akku.

  • Diese Funktion muss nicht notwendigerweise vorhanden sein, sie erspart dir aber Arbeit.

Du solltest außerdem immer einen Nassrasierer zur Hand haben. Mit diesem lassen sich Konturen sehr präzise rasieren und er entfernt auch kurze Härchen zuverlässig, sodass der Bart an den Rändern nicht stoppelig wirkt.

Willst du deinen Vollbart trimmen, können außerdem eine Bartschere sowie ein Bartkamm oder eine Bartbürste hilfreich sein. Mithilfe des Kamms löst du Knoten im Gesichtshaar und mit der Schere kannst du einzelne herausstehende Barthaare präzise entfernen. Wenn du stattdessen deinen Barttrimmer benutzt, kann es passieren, dass dieser zu tief schneidet und du im Anschluss deinen Bartschnitt „generalüberholen“ musst. Wenn du aber auf die Bartschere zurückgreifst, sparst du dir derartige Fauxpas.

Welche Bart-Styles sind angesagt?

Da du jetzt sämtliche Werkzeuge zur Hand hast, die du benötigst, um deinen Bart richtig zu trimmen, werfen wir als Nächstes einen Blick auf die derzeit angesagtesten Bart-Frisuren.

Der Vollbart

Der Vollbart gilt nach wie vor als Symbol der Männlichkeit. Ob du ihn lang und zottig in Wikinger- oder, in Verbindung mit einem Man-Bun, in Hipster-Manier trägst, ist ganz dir überlassen. Wenn die Gesichtshaare bei dir allerdings eher spärlich wachsen, solltest du auf einen Drei-Tage-Bart oder eine andere Kurzhaar-Variante setzen. Ein löcheriger, unregelmäßiger Vollbart wirkt nämlich schnell ungepflegt. Träger dieser Bart-Frisur brauchen außerdem Geduld. Bis die Haare eine befriedigende Länge erreicht haben, kann es nämlich durchaus Wochen dauern.

Der Drei-Tage-Bart

Der Drei-Tage-Bart besticht durch seine Einfachheit und gilt außerdem als Frauen-Magnet. Einer Studie von Wilkinson zufolge hielten 75 Prozent der befragten Frauen diesen Bart-Style sogar für den männlichsten von allen. Wenn du also Wert darauf legst, dem weiblichen Geschlecht zu gefallen, ist dies zweifellos die richtige Wahl für dich. Ein flächendeckender Bart wie dieser lässt das Gesicht allgemein runder und weicher wirken, er eignet sich daher besonders gut für Männer mit kantigen, markanten Zügen.

Der Schnurrbart

Der Schnurrbart ist ein zeitloser Klassiker. Besonders trendig wirkt er in Verbindung mit einem längeren Kinnbart in Form eines Anchor-Bartes. Grundsätzlich funktioniert der „Moustache“ aber auch allein. Einen Schnurrbart zu trimmen verursacht nicht viel Arbeit und er passt zu jeder Gesichtsform. Auch hier gilt es aber, die Haare zu pflegen und in Form zu bringen. Ein wuchernder Walross-Schnäuzer wirkt schnell deplatziert. Stattdessen nutzen Liebhaber des Moustache-Barts Bartpflege-Produkte wie Bart-Wichse oder Bartöl, um die Bartenden zu zwirbeln.

Der Sechs-Tage-Bart

Ein Sechs-Tage-Bart ist der perfekte Kompromiss für dich, wenn du dich partout nicht zwischen einem Voll- oder Drei-Tage-Bart entscheiden kannst. Dieses Bart-Styling wirkt sowohl verwegen als auch gepflegt. Besonders gut steht er Männern mit eher länglichen Gesichtern. Bei diesen überdeckt der Sechs-Tage-Bart die harten Konturen und sorgt somit dafür, dass das Gesicht weicher wirkt.

Step-by-Step-Anleitung zum Bart trimmen

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Auf die Theorie folgt bekanntermaßen die Praxis. Daher findest du im Anschluss deine persönliche Anleitung, die dir schrittweise erklärt, wie du deinen Bart richtig stutzen kannst.

Wir beginnen damit, die Barthaare vorzubereiten, damit sie weich sind und sich leicht schneiden lassen.

✓ Schritt 1

Bart mit einem Bartshampoo waschen und sorgfältig abtrocknen.

✓ Schritt 2

Barthaare mithilfe deines Bartkamms entgegen der Wuchsrichtung durchkämmen. Auf diese Weise löst du Knoten und Verhärtungen. Anschließend beginnen wir mit dem eigentlichen Trimmen des Bartes.

Einen langen Bart trimmen

Ob Voll- Knebel oder Backenbart – längere Bärte zu trimmen erfordert Geduld und Ruhe. Weiterhin brauchst du:

  • deinen Bartschneider
  • deine Bartschere
  • deinen Bartkamm
  • evtl. einen Nassrasierer

✓ Schritt 1

Nachdem du die Haare deines Bartes gekämmt hast, fällt dir vielleicht auf, dass einzelne Härchen aus der gewünschten Bartform herausstehen. Diese schneidest du mithilfe der Schere ab, bis keine überstehenden Haare mehr vorhanden sind.

✓ Schritt 2

Anschließend trimmen wir die Koteletten. Mit der gleichen Technik, die du schon in Schritt 1 angewandt hast, kämmst du sie einmal durch und richtest sie somit gegen den Wuchs auf. Wir wollen einen fließenden Übergang zwischen Koteletten und Bart erzeugen.

✓ Schritt 3

Dann machst du dich daran, den Oberlippenbart zu trimmen (beim Backenbart rasierst du diesen komplett ab). Erst einmal durchkämmen, dann den Bart entgegen der Wuchsrichtung trimmen.

✓ Schritt 4

Abschließend konzentrieren wir uns ganz darauf, die Kontur im Wangenbereich zu formen. Diese sollte eine annähernd gerade Verbindung zwischen Oberlippe und Kotelette aufweisen. Rasiere also vorsichtig mit dem Bartschneider in Wuchsrichtung.

Tipp: Eine besonders harte Kontur schaffst du mit dem Rasiermesser oder Nassrasierer. Aber Vorsicht! Wenn du noch keine Erfahrung im Umgang mit nicht-elektrischen Klingen-Rasierern hast, lass dir lieber Zeit. Rote Stellen und Schnitte sind nämlich deutlich unansehnlicher als weiche oder unsaubere Konturen.
Je nachdem, wie stark dein Bartwuchs ist, solltest du längere Bärte ein- bis zweimal pro Woche stutzen.

Einen kürzeren Sechs- oder Drei-Tage-Bart trimmen

Der Schlüssel beim kurzen Bart ist, dass er nicht so aussehen darf, als hättest du einfach keine Lust gehabt oder vergessen ihn zu rasieren. Daher sollten die Konturen immer sauber und der Bart im Allgemeinen nicht struppig oder unregelmäßig aussehen. Alles was du zum Trimmen deines Bartes brauchst, ist:

  • ein Bartschneider
  • evtl. ein Nassrasierer

✓ Schritt 1

Wähle die Länge deines Bartes. Wenn du in Schritten von 0,5mm vorgehst, fällt es dir leichter, diese zu bestimmen. Allgemein variiert die Länge von Drei-Tage-Bärten zwischen 1 und 3 mm. Bei Sechs-Tage-Bärten entsprechend zwischen 4 bis 6 mm.

✓ Schritt 2

Trimme einmal den gesamten Bart entgegen der Haarwuchsrichtung.

✓ Schritt 3

Als Nächstes fokussieren wir uns auf die Halspartie. Zuerst entfernst du daher den Aufsatz des Schneiders und arbeitest dich dann vom Hals aus langsam bis zum Gesicht hoch. Normalerweise sieht es am besten aus, wenn der Bartstreifen zwischen dem oberen und unteren Ende des Adamsapfels liegt. Wenn du vom Bartstreifen wegtrimmst, schaffst du eine scharfe und saubere Kontur.

✓ Schritt 4

Anschließend kannst du noch einmal die Konturen rasieren, indem du einen Nassrasierer verwendest. Bereite am besten deine Haut vor, indem du sie mit warmem Wasser befeuchtest und erst dann Rasierschaum aufträgst. Anschließend rasierst du sorgfältig entlang der Kanten. Achte beim Vollbart außerdem darauf, den Hals zu trimmen. Verstreute, abstehende Haare wirken nämlich sehr ungepflegt und sind im Bereich der Halspartie gut sichtbar.

Rasier-Zubehör säubern

Rasier Zubehör

Den anspruchsvollsten Teil der Prozedur hätten wir somit hinter uns gebracht. Um sicherzugehen, dass die Geräte auch in Zukunft weiterhin einsatzfähig sind, solltest du sie nach dem Trimmen allerdings noch reinigen. Aufmerksame Pflege garantiert, dass dir dein Schneider noch lange erhalten bleibt. Falls du einen selbstreinigenden Barttrimmer besitzt, kannst du die folgenden Ausführungen überspringen. Während du den Bart trimmst, sammeln sich feinste Härchen und Hautschuppen innerhalb des Bartschneiders an. Zusätzlich gibt die Haut Körperfett ab. In diesen Fettresten können sich wiederum Bakterien und sogar Viren sammeln. Es ist also notwendig, den Schneider regelmäßig zu säubern. Dies ist allerdings in wenigen Schritten erledigt:

  • Scherblatt vom Schneider entfernen.
  • Das Blatt mithilfe von Öl oder einem Bürstchen reinigen.
  • (Keine Reinigungsmittel nutzen, die das Innere des Gehäuses schädigen könnten).
  • Das Gerät unter fließendes Wasser halten und durchspülen.

Falls du unsere Ratschläge befolgst, kannst du in jedem Fall sicher sein, dass dein Bart niemals ungepflegt oder unpassend wirkt. Wichtig ist nur, dass du dir beim Trimmen deines Bartes Zeit lässt. Rasieren sollte meditativ wirken. Wenn du hektisch drauflos stutzst, führt das nur zu Unfällen und das Ergebnis lässt meist zu wünschen übrig. Entspanne dich also, atme tief durch, konzentriere dich ganz auf die Myriaden von Härchen, die Kinn und Wangen bedecken und dann leg los. Wir wünschen dir viel Spaß!