Die richtige Pflege für brüchige Nägel

Spröde, rissige Nägel sind nicht nur optisch gesehen ein Dorn im Auge, sie können auch in unserem Alltag gewaltig nerven. So verfängst du dich beispielsweise in deinem neuen Strickpullover oder musst mit ansehen, wie sich dein frisch aufgetragener Nagellack nach ein paar Stunden schon wieder verabschiedet.
Zudem können schwer gespaltene Nägel auch Schmerzen bereiten und Ursache einer eventuell nicht so offensichtlichen Erkrankung sein.
Was hinter dem Phänomen brüchige Nägel stecken kann und wie du diese wieder gesund pflegen kannst, erfährst du hier bei uns.

Frau mit brüchigen Nägeln

Brüchige Fingernägel: Ursachen, Symptome und Behandlung

Woran erkenne ich brüchige Fingernägel?

Brüchige Fingernägel

Ob du kaputte Fingernägel hast, erkennst du daran, dass deine Nägel nicht sonderlich lang heranwachsen können und im Wachstum besonders häufig abbrechen. Die Nägel sind relativ weich, dünn und wirken instabil. Spröde Fingernägel können zudem Verfärbungen aufzeigen und auch eine trockene Nagelhaut weist auf einen Mangel an Pflege und wichtigen Nährstoffen im Körper hin. Diese Mangelerscheinungen lassen brüchige Nägel nicht nur einreißen, sondern auch splittern. Dabei entstehen tiefe Strukturschäden innerhalb deiner Fingernägel. Vertikal splitternde Nägel werden medizinisch auch als Onychorrhexis betitelt. Verläuft die Spaltung des Nagels horizontal, spricht man von Onychoschisis.

Was sind häufige Ursachen für kaputte Nägel?

Spröde Nägel sind nicht nur optisch recht unansehnlich, sie sind auch meist ein Indikator dafür, dass etwas mit deiner Gesundheit nicht in Ordnung ist oder äußerliche Faktoren schädigend auf deine Nägel einwirken. Wir haben dir einmal die häufigsten Ursachen für brüchige Nägel zusammengefasst: schädliche Chemikalien, künstliche Nägel und falsche Maniküre, Nährstoffmangel oder auch Erkrankungen wie Nagelpilz.

  • Im Alltag können deine Fingernägel mit schädlichen Chemikalien aus Reinigungsmitteln, Kosmetika oder Hygieneartikeln in Kontakt kommen. Ganz gleich ob Shampoo, Seife oder Duschgel – viele unserer täglich verwendeten Produkte für Gesicht und Körper sind für die Konservierung der Produkte mit Alkohol angereichert, welcher deiner Haut und den Nägeln viel Feuchtigkeit entzieht. Daraufhin trocken sie aus und sind anfälliger für Nagelbruch. Auch lösungsmittelhaltige Nagellackentferner sowie übermäßig viel Kontakt mit Wasser kann brüchige Nägel enorm strapazieren. Zum Spülen deines Geschirrs solltest du dir deshalb unbedingt ein paar Gummihandschuhe anziehen.

  • Auch der regelmäßige Gang ins Kosmetikstudio kann dir schlechte Fingernägel mit Nagelspliss einbringen. So führen vor allem Shellac und künstliche Fingernägel zu einer weichen und empfindlichen Nagelplatte. Vor allem der Prozess des Entfernens von Gelnägeln und Co. kann deine Hornschicht strapazieren und massiv schädigen. Kleinste Hohlräume zwischen Natur- und Kunstnagel bilden zudem eine perfekte Brutstätte für Pilze und Bakterien. Auch eine falsche Anwendung von Nagelfeile, Nagelschere oder Knipser können Verletzungen der Nagelstruktur hervorrufen. So kannst du zum Beispiel zu viel Druck beim Knipsen ausüben oder zu grob beim Feilen vorgehen, was feinste Risse entstehen lässt.

  • Brüchige Nägel können auch ein Zeichen dafür sein, dass deinem Körper wichtige Spurenelemente und essentielle Fettsäuren fehlen. Auch ein Mineralstoff- und Vitaminmangel kann für gespaltene Nägel sorgen. Lasse dich also am besten beim Arzt durchchecken, ob unter anderem eventuell eine Unterversorgung der folgenden Nährstoffe besteht:

    • Eisen
    • Zink
    • Kalzium
    • Vitamin A, B und C
    • Biotin
    • Folsäure
    • Kieselsäure
    • Bestimmte Aminosäuren

  • Leidest du dauerhaft an splitternden, glanzlosen Nägeln, können diesen auch diverse Erkrankungen zugrunde liegen. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann hier verantwortlich sein, aber auch rheumatoide Arthritis oder eine Imbalance deines Hormonsystems. Bei der Arthritis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung, die unter anderem Störungen beim Nagelwachstum und kleine Einblutungen unter dem Nagel verursacht. Sollte dein Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht sein, sind nicht nur brüchige Nägel, sondern auch andere Nebenwirkungen wie z.B. Erschöpfung, struppiges Haar, Herzrasen oder Blutdruckveränderungen erkennbar. Auch einen Besuch bei deinem Hautarzt kann dir mehr Klarheit verschaffen, da brüchige Nägel oft auf Hautkrankheiten, wie Ekzeme oder lästige Nagelpilzinfektionen zurückzuführen sind. Ein Blutbild vom Arzt, kann dir in jedem Fall schnell Gewissheit geben, ob die Ursache gesundheitlich ernst zu nehmen oder harmlos ist.

Was sind hilfreiche Mittel gegen brüchige Nägel?

Ganz gleich ob du vorbeugen möchtest oder bereits gegen brüchige Nägel ankämpfst – wir geben dir die wichtigsten Tipps und Tricks an die Hand, damit du zu schönen, gesunden Fingernägeln gelangst. Unter anderem kann schon eine ausgewogene Ernährung, ausgiebige Nagelpflege oder gelegentlicher Verzicht etwas bewirken.

✓ Eine ausgewogene Ernährung

Bestimmt hast du schon einmal in Zusammenhang mit Nägeln und Haar vom Begriff Keratin gehört. Bei Keratin handelt es sich um die Hornsubstanz, aus der unsere Nägel bestehen. Dein Körper stellt normalerweise von selbst genügend davon her, mangelt es dir jedoch an den nötigen Aminosäuren, kannst du Keratin auch durch deine Nahrung zuführen. Dafür solltest du ausreichend Proteine in deine Ernährung mit aufnehmen. Viel Obst und Gemüse versorgen dich wiederum mit allen möglichen essenziellen Vitamingruppen sowie mit Cobalamin, Biotin, Zink und Co. Nach Absprache mit deinem Arzt kannst auch Präparate wie beispielsweise Kieselsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu dir nehmen.

✓ Ausgiebige Nagelpflege

Die richtige Nagelpflege für brüchige Nägel besteht in allererster Linie darin, deine Nägel regelmäßig mithilfe einer Feile zu kürzen. Trägst du deine Fingernägel kurz, bietet das der Entwicklung von Spliss nämlich wenig Raum. Um die Festigkeit deiner Nagelplatten zu stabilisieren und zu erhalten, solltest du regelmäßig Nagelöl rund um deine Fingerspitzen einarbeiten. Du kannst hierfür auch zu Hausmitteln wie Oliven- oder Mandelöl greifen. So bleibt auch die Nagelhaut geschmeidig und läuft nicht Gefahr, einzureißen. Du kannst deinen Händen auch ganze Ölbäder gönnen oder spezielle Handpackungen sowie Handmasken mit pflegenden Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Heilerde auftragen. Um brüchige Nägel zusätzlich zu schützen, gibt es auch spezielle medizinische Nagellacke, die jedem einzelnen Nagel beim Auftragen Mineralien zuführen und ihn somit festigen. Den wasserlöslichen Schutzfilm solltest du dabei bestens immer abends vor dem Schlafengehen aufpinseln. Die regelmäßige Anwendung gibt deinen Nägeln Elastizität zurück und bewahrt sie vor dem Austrocknen.

✓ Gelegentlicher Verzicht

Die eben erwähnten speziellen Pflegelacke inklusive bedeutender Nagelbausteine, kannst du auch als eine Art Base Coat unter deine gewöhnlichen kosmetischen Nagellacke aufgeben. Allerdings raten wir dir auch, des Öfteren mal eine Pause einzulegen und deine Fingernägel nicht ständig der Prozedur des wiederholten Lackierens und der Entfernung des Lacks zuzumuten. Auch wenn du ein großer Fan von kreativer Nailart bist, hilft es deinen Nägeln enorm, ab und an mal auf die bunten Lacke zu verzichten. Ein pflegender Unterlack hilft dir außerdem dabei unschöne Verfärbungen auf deinen Nägeln zu vermeiden. Zudem gilt: Je öfter du deine Fingernägel lackierst, desto mehr Zeit solltest du auch in eine regelmäßige und ausgiebige Pflege derer investieren. Bemühst du dich deine Nägel richtig zu pflegen und dir auch innerlich die richtigen Nährstoffe zuzuführen, gehören brüchige Nägel ab sofort der Vergangenheit an und du darfst dich auf lange Sicht über glanzvolle und gesunde Nägel freuen!