Camu Camu

Was kann das gehypte Superfood?

Camu Camu Frucht

Camu Camu gilt als sogenannte Powerfrucht. Der Name, der für deutsche Ohren fremd und exotisch klingt, lässt bereits Rückschlüsse auf die Herkunft der Beerenart zu. Sie stammt nämlich aus der Amazonasregion in Südamerika. 

Doch warum beschäftigen sich Menschen überhaupt mit dieser exotischen Beerensorte? Nun, das liegt daran, dass Camu Camu ein echtes Allround-Heilmittel ist. Nicht nur liefert es beim Verzehr viele wertvolle Mikronährstoffe, Vitamine und mehr – es eignet sich auch zur Hautpflege.

Haben wir dein Interesse geweckt? Im Folgenden erfährst du alles, was es zu dem neuen Superfood zu wissen gibt.

Was genau ist Camu Camu?

  • Beta-Carotin
  • Calcium
  • Eisen
  • Kalium
  • Vitamin B1, B2 und B3
  • Aminosäuren

Wie bereits angemerkt, ist Camu Camu eine Beerensorte, die im westlichen Amazonasgebiet – besonders in Peru, Venezuela, Kolumbien sowie Brasilien – verbreitet ist. 

Der Beerenstrauch kann bis zu acht Meter hoch und die Camu-Camu-Beeren selbst ca. drei Zentimeter groß werden. Optisch ähneln sie Äpfeln. 

Da die Früchte schnell verderben, findest du sie in Europa nur selten in ihrer natürlichen Form. Stattdessen bieten Händler Camu Camu meist als Extrakt in Pulver- oder Kapsel-Form an. Geschätzt wird die Camu-Camu-Pflanze, weil sie viele essentielle Mikronährstoffe enthält wie:

Außerdem hat sie knapp 40-mal mehr Vitamin C als beispielsweise in Orangen steckt – eine Frucht reicht also aus, um deinen gesamten Tagesbedarf zu decken. Somit verfügst du, wenn du Camu Camu verzehrst, über eine einzigartige Quelle der wichtigsten Vital- und Nährstoffe.

Was bewirkt Camu Camu?

Camu Camu in Pulver- oder Kapselform eignet sich hervorragend als Nahrungsergänzungsmittel. Die Früchte sind allerdings nicht nur zum Verzehr geeignet, sondern werden auch immer häufiger als Pflegemittel für die Haut verwendet.

Wir erklären dir, wie du das Maximum aus der Superfrucht herausholst.

Wie verzehre ich Camu Camu?

Camu Camu ist nicht nur gesund, die Frucht soll sogar beim Abnehmen helfen. Dafür sorgt das enthaltenen Polyphenolen, welches den Blutzuckerspiegel des Körpers senkt. 

Die Camu-Camu-Kapseln sowie das Pulver passen gut zu Smoothies oder Joghurt. Du kannst aber auch beispielsweise Eis, Kekse oder Kuchen damit aufpeppen. Deiner Phantasie sind hier so gut wie keine Grenzen gesetzt. Probiere einfach aus, was dir schmeckt! Die empfohlene Dosierung von Camu Camu beträgt ca. anderthalb Teelöffel pro Tag. 

Wie trage ich Camu Camu auf meine Haut auf?

Auf der Haut entfaltet Camu Camu seine Wirkung besonders zuverlässig in Form von Gesichtspeelings, Gesichtswasser, Cremes oder Salben. Ausschlaggebend ist dabei das Vitamin C. Dieses ist ein starkes Antioxidans, das die Haut vor Schäden schützt und sie gleichzeitig verjüngt.

Vitamin C kurbelt außerdem die Produktion von Kollagen an und sorgt so dafür, dass deine Haut straffer und glatter wird. Camu Camu ist somit ein natürliches Anti-Aging-Produkt. Hinzu kommt, dass die Säure im Vitamin C wie ein sanftes Peeling wirkt und alte Hautschichten abträgt. Dadurch verringern sich auch Pigmentflecken, Pickel und Hautunreinheiten aller Art. Insbesondere bei Akne kann es helfen, da das Vitamin Mikroentzündungen in der Haut reduziert.

Frau guckt in Spiegel

Anleitung zur Anwendung von Camu Camu: 

Du benötigst:

  • 1 EL Kokosöl
  • 1 TL Camu-Camu-Pulver
  • 1 TL MSM Pulver
  • (organischer Schwefel)

Schritt 1: Prüfe die Konsistenz des Kokosöls. Es sollte möglichst dickflüssig sein, damit die Kur weder zu leicht noch pampig wird. Bei Bedarf kannst du mit dem Rührlöffel nachhelfen oder das Öl einfach in den Kühlschrank stellen – so wird es dünn- oder dickflüssiger. 

Schritt 2: Mische die Pulver gründlich in einer Schale durch. Anschließend gibst du das Kokosöl hinzu und verrührst die Bestandteile gut.

Schritt 3: Trage die fertige Paste dann auf dein Gesicht auf. Dabei massierst du sie sanft in deine Haut ein und spülst sie nach etwa zehn Minuten Einwirkzeit wieder ab – fertig!

Camu Camu oder Acelora?

Wer den Bio-Superfood-Hype verfolgt, der weiß, dass neben Camu Camu auch die Acelora-Kirsche zu den gesunden Vitamin-C-Bomben gehört. Doch welche Pflanze schneidet im direkten Vergleich besser ab, was Nährstoffe, Vitamine etc. betrifft?

Frau trägt Öl auf

Wie Camu Camu wird auch Acelora in Südamerika angebaut und geerntet. Die Frucht ist allerdings deutlich kleiner – optisch ähnelt sie einer Kirsche. Sie wird ebenfalls hauptsächlich in Pulverform oder als Kapsel in Deutschland verkauft. Acelora beinhaltet wie Camu Camu jede Menge Vitamin C, aber auch Eisen, Calcium sowie Vitamin B1, B2 und B3. Was die Zusammensetzung der Nährstoffe und Mineralstoffe angeht, ähneln sich die beide Pflanzen also sehr. Beim direkten Vergleich fällt allerdings auf, dass in Camu Camu eine deutlich höhere Vitamin-C Konzentrationen vorhanden ist. Für den Verzehr sind die exotischen Beeren also besser geeignet.

Insgesamt bietet die Camu-Camu-Pflanze einen größeren Mehrwert.

Was spricht gegen Camu Camu?

Obwohl die Beeren nachweislich sehr gesund sind und bei diversen Beschwerden sowie gesundheitlichen Problemen helfen können, gibt es doch Punkte, die gegen sie sprechen. Ein Nachteil der Pflanze liegt darin, dass es für Europäer nicht möglich ist, sie frisch zu importieren. In unseren Breiten wächst sie nicht, da die klimatischen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Die lange Reise von Südamerika aus verursacht daher zwangsläufig Treibhausgase, die nach heutigen Maßstäben vermeidbar sind.

Deswegen sollte sich jeder Camu-Camu-Enthusiast die Frage stellen, ob er im Interesse der Umwelt und der frischen Luft nicht doch auf die vitaminreiche Frucht verzichten kann und möchte.