Sanddornöl

Das „rote Gold“ der Natur

Ob als Heilkraut, für mehr Aroma in der Küche oder als Pflege in Kosmetika – die leuchtend gelb-orangenen Beeren des Sanddorns sind vielfältig einsetzbar und versorgen unseren Körper mit wertvollen sowie gesundheitsfördernden Stoffen. Die „Zitrone des Nordens“ wird dabei nur allzu gern in kostbares Öl umgewandelt, welches für den gesamten Körper angewendet werden kann.

Mit einer Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und mehr ist das „rote Gold“ ein wahrer Schatz der Natur. Wie auch du und dein Körper von Sanddornöl profitieren könnt und was es bei der Anwendung zu beachten gibt, erfährst du hier.

Sanddornzweig

Was ist Sanddornöl?

Sanddornöl wird aus den Beeren den Sanddornstrauchs gewonnen. Dieser dornige Strauch hat seine Ursprünge im Altaigebirge, dem tibetischen Hochland sowie der mongolischen Steppe. Heutzutage findet man ihn u. A. auch bei uns, z.B. in Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg. Das hellgelbe bis knallorange Öl wird dabei entweder aus dem Fruchtfleisch oder den Kernen der Sanddornbeeren hergestellt. Das Kernöl aus den Sanddornsamen zeichnet sich dabei durch einen relativ neutralen Geschmack und seine gelbliche Farbe aus.

Das aus dem Fruchtfleisch gewonnene Öl ist dünnflüssiger, rötlicher und weist einen besonders aromatischen Geschmack auf. Die kleinen Beeren haben es aber nicht nur auf geschmacklicher Ebene wahrlich in sich – auch für Haut und Haar beinhaltet Sanddornöl wertvolle Inhaltsstoffe.

Das gehaltvolle Innere der Frucht macht das Öl zu einem so genannten Wirkstofföl. Sprich hier reichen bereits nur ein paar wenige Tropfen aus, damit es sein volles Potenzial entfaltet und Wirkung zeigt.

Nach der Ernte wird das Fruchtfleisch vom Kern separiert und beides durch eine Kaltpressung in Sanddornöl verwandelt. So bleiben die zahlreichen gesunden und pflegenden Wirkstoffe optimal erhalten. Zur Liste der wertvollen Inhaltsstoffe zählen u. A. die Folgenden:

Wertvolle Inhaltsstoffe

  • Vitamin C
  • Vitamin B12
  • Vitamin E
  • Carotinoide
  • Ungesättigte Fettsäuren

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Was hat Sanddornöl für eine Wirkung?

Sanddornöl für die Haut:

  • fördert die Regeneration der Haut
  • wirkt entzündungshemmend- und lindernd
  • spendet Feuchtigkeit
  • stärkt die Hautbarriere

Die vielfältigen Wirkstoffkomponenten des Sanddornöls haben dabei eine pflegende Wirkung auf trockene, empfindliche sowie reife Haut. Wir stellen dir die wirksamen Helfer und ihre Eigenschaften einmal genauer vor:

  • Omega-3 bzw. auch Linolensäure genannt, hat eine desinfizierende und wundheilende Wirkung und unterstützt so vor allem unreine und Akne-befallene Haut dabei, die Entzündungsprozesse einzudämmen und diesen vorzubeugen.

  • Diese Fettsäure hat eine besonders feuchtigkeitsspendende Wirkung und pflegt optimal trockene oder sonnenstrapazierte Haut.

  • Die auch sogenannte Palmitoleinsäure ist ein signifikanter Baustein unseres Hautfettes. Die einfach ungesättigte Fettsäure sorgt dafür, dass die natürliche Schutzfunktion deiner Haut intakt bleibt.

Vitamin A

Bei Vitamin A oder auch Beta-Carotin handelt es sich um einen Radikalfänger, welcher dabei helfen kann, vorzeitigerHautalterung vorzubeugen und deine Zellen vor jeglichen schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen.

Vitamin C

Sanddorn ist ein wahrer Vitamin C-Lieferant, denn er enthält etwa zehnmal so viel Vitamin C wie Zitronen! Es hilft deinem Körper dabei neue Hautzellen aufzubauen und wird für die Synthese anderer körpereigener Stoffe benötigt.

Vitamin E

Ähnlich wie Vitamin A, schützt Vitamin E deine Zellen als Antioxidant vor oxidativem Stress, freien Radikalen und anderen schädlichen Einflüssen aus der Umwelt.

Extra-Wirkung: Sanddornöl enthält zudem einen natürlichen Schutz, der deine Haut vor UV-Einstrahlung bewahrt. Doch Vorsicht: Trotz Schutzfunktion bist du durch das Öl nicht immun gegen intensive Sonneneinstrahlung. Setze wie gewohnt auf einen Sonnenschutz, um dich vor Sonnenbränden und langfristigen Hautschäden zu bewahren!

Sanddornöl in der Ernährung:

  • Stärkung des Immun- und Herz-Kreislauf-Systems
  • Wertvoller Lieferant von Vitamin B12 für Vegetarier und Veganer
  • Regenerierende Wirkung auf Schleimhäute (Magen-Darm, Speiseröhre, Rachen)
  • Schmerzlindernder Effekt bei Magenerkrankungen

Natürlich musst du Sanddorn nicht unbedingt in Form von Öl zu dir nehmen. Magst du es gerne sauer, kannst du direkt zu den frisch geernteten Beeren greifen. Die herbstliche Frucht kannst du im Zeitraum von September bis Oktober frisch genießen, außerhalb der Erntezeit eignen sich die getrockneten Beeren als gesunder Snack für zwischendurch.

Sanddornzweig mit Früchten

Vielleicht bevorzugst du aber auch eine beliebte weiterverarbeitete Variante der Sanddornbeeren: Den Sanddornsaft. Auch der reine Saft kann geschmacklich erst einmal gewöhnungsbedürftig sein, kann dir zum Frühstück jedoch bereits wichtige Nährstoffe liefern. Die Vitamin C-Bombe in flüssiger Form lässt sich auch super in Dressings, im Mix mit anderen Säften oder gar als Suppenwürze genießen. Wer es doch lieber etwas süßer mag, kann zu den gesüßten Brotaufstrichen und Marmeladen langen, die auch häufig aus der Frucht hergestellt werden.

Zu guter Letzt: Sanddorn in Form von Kapseln oder Tabletten. Falls du dir nicht sicher bist, ob Sanddorn deinem Geschmack entspricht, du aber dennoch von den wertvollen Wirkstoffen der Frucht profitieren möchtest, kannst du auch auf Tabletten oder Kapseln zur Einnahme setzen. So stärkst du Haut und Haar optimal von Innen heraus und tust auch deinen Organen sowie deinem Immunsystem etwas Gutes.

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Verwendung von Sanddornöl

Auf der Haut:

Gib ein paar Tropfen des Sanddornöls direkt auf dein Gesicht oder verreibe es zunächst sanft in deinen Handinnenflächen. Massiere nun gründlich das Sanddornöl in deine Haut ein. Du kannst das Öl dabei auch ruhig auf entzündete Hautstellen geben oder zur Wundheilung anwenden. Auch bei Hautkrankheiten wie z.B. Akne oder Neurodermitis kann Sanddornöl eine wahre Wunderwaffe sein. Gerne wird Sanddornöl auch als natürlicheAlternative zu Fruchtsäureprodukten (z.B. AHA-Peelings) verwendet. Die natürlich enthaltene Fruchtsäure der Sanddornfrucht lässt so bei langfristiger Anwendung Altersflecken und Pigmentstörungen verblassen und das gesamte Hautbild ebenmäßiger wirken.

Tipp: Füge deiner Gesichtspflege oder Bodylotion einfach ein paar Tropfen Sanddornöl bei. Pflegst du deine Haut bereits mit einem Körperöl, wie z.B. einem Basisöl aus Kokos oder Mandel, kannst du es zusätzlich mit Sanddornöl anreichern. Achte hierbei auf ein Mischverhältnis von 1:10, denn zu viel Sanddorn kann deine Haut und Kleidung ungewollt einfärben. Ansonsten kannst du für die tägliche Anwendung natürlich auch fertige Produkte mit Sanddornextrakten kaufen – von Duschölen bis zur Handpflege ist hier alles mit dabei.

Im Haar:

Neben der Wirkung für deine Haut, können die enthaltenen Amino- und Omega-3 sowie Omega-7-Fettsäuren in der Sanddornfrucht auch deiner Haarpracht Gutes tun. Diese Nährstoffe helfen deinem Haar bei der Regeneration und verwandeln vor allem trockene Haare zu einer gepflegt aussehenden, glänzenden Mähne. Die Haarstruktur wird versiegelt und von innen heraus durch Feuchtigkeit gestärkt. Strapaziertem Haar werden wichtige Nährstoffe geliefert und zugleich wird die Produktion von Keratin angekurbelt. In dein Shampoo oder in eine Haarmaske gemischt, macht das Öl deine Haare leichter kämmbar. Auch deine Kopfhaut freut sich über Produkte, die Sanddorn enthalten. So wirkt er hier auch besonders sanft und beruhigend auf gereizte, empfindliche Kopfhaut.

Tipp: Um deine Haarspitzen mit extra viel Feuchtigkeit zu verwöhnen, solltest du das Sanddornöl gut in die Längen einmassieren und für ca. 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend wäschst du das Öl gründlich aus und kannst dich über weiche, glanzvolle Spitzen freuen.

In der Küche:

Mit Sanddornöl kannst du auch wunderbar einige deiner Lieblingsgerichte verfeinern. Zum Kochen solltest du das Öl zwar nicht verwenden, da bei Erhitzung wertvollte Inhaltsstoffe verloren gehen können, dennoch eignet es sich super, um kalten Speisen, wie Salaten, Gemüse, Bowls oder Smoothies eine besonders aromatische Note zu verleihen. Hier gilt jedoch: Weniger ist mehr!

Falls du regelmäßig unter Magenbeschwerden leidest, lohnt es sich jeweils einen Teelöffel des Öls vor deinen Mahlzeiten einzunehmen. Zudem kann dein Körper die Nährstoffe des Sanddorns noch besser aufnehmen, wenn du das Öl mit einem anderen Pflanzenöl kombiniert einnimmst. Gib bei deinem nächsten Salat also neben dem klassischen Olivenöl einfach noch ein paar Tropfen Sanddornöl ins Dressing hinzu. Das schmeckt nicht nur köstlich, sondern tut auch deiner Gesundheit etwas Gutes.

Spritzer Sanddornöl

Haltbarkeit und Lagerung von Sanddornöl?

Bei der Haltbarkeit muss man zwischen dem aus dem Fruchtfleisch und dem aus dem Kernöl hergestellten Öl differenzieren. Hier gilt:

  • Die hohe Anzahl an enthaltenen Fettsäuren imSanddornöl aus Fruchtfleischgibt Bakterien praktisch keine Chance sich einzunisten. So hält sich das Pflanzenöl besonders lange und kann praktisch nicht schlecht werden.
  • Das Kernöl hingegen oxidiert verhältnismäßig leicht und sollte nach dem Öffnen innerhalb eines Monats verbraucht werden.

Bei der Lagerung beider Öl-Varianten solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass das Öl keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Hierdurch können sich nämlich die enthaltenen Fettsäuren zersetzen. Zudem bekommt das Sanddornöl einen ranzigen Geschmack und verliert wiederum sein Aroma.

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Worauf sollte ich beim Kauf von Sanddornöl achten?

Damit du dich auch auf eine gute Qualität verlassen kannst, solltest du beim Kauf von Sanddornöl auf folgende Kennzeichnungen bzw. Eigenschaften achten:

  • kaltgepresst
  • pur/hunderprozentiges Sanddornöl
  • aus biologischem Anbau

Wirklich naturbelassenes Öl, welches auch aus biologischem Anbau stammt, zeichnet sich durch eine sehr intensive Farbe aus, die wiederum auf die hohe Konzentration an biologisch aktiven Substanzen zurückzuführen ist.

Gut zu wissen: Falls du dich über die hohen Preise von Sanddornöl gegenüber anderen Ölen wunderst: Aus 1.000.000 Gramm Sanddorn können zwar rund 650 Liter Saft entstehen, jedoch nur etwa 10 Liter Öl. Die Gewinnung dieser ein bis zwei Prozent des wertvollen Öls ist zudem mit einer kniffligen Ernte verknüpft. Da die Beeren sehr nah und fest am Holz wachsen, können diese beim bloßen Pflücken mit den Händen leicht zerstört werden. Deshalb werden die kompletten Äste erst einmal abgeschnitten und bei -40°C schockgefroren. Durch mechanische Bewegungen einer Rüttelmaschine werden die Beeren schließlich vom Holz getrennt. Das Fruchtfleisch wird anschließend durch den Prozess der Zentrifugation gewonnen und das Öl aus den Beeren schonend kalt gepresst.

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