Waxing selber machen

Für eine gründliche und günstige Haarentfernung

Die Haare an Beinen, Achseln oder im Intimbereich zu entfernen, ist ein eher unbeliebter Bestandteil der Beauty-Routine. Beim Rasieren dauert es nicht lange, bis die Haarstoppeln nachwachsen. Zuverlässiger wirkt hingegen das Waxing – die Behandlung mit Kaltwachsstreifen oder Warmwachs kann allerdings schmerzhaft sein.
Besonders unangenehm ist es, wenn die Zusätze im synthetischen Wachs Hautreizungen hervorrufen. Wenn du dagegen dein Waxing selber machst, kannst du sicher sein, dass es auch für empfindliche Haut geeignet ist.
Die wichtigsten Infos dazu haben wir in den folgenden Abschnitten zusammengefasst.

Glatte Beine

Welche Vorteile bietet es, Haarwachs selber zu machen?

Grundsätzlich hat Waxing den Vorteil, dass es vergleichsweise lange wirkt. Während Haare nach dem Rasieren innerhalb weniger Tage oder Wochen nachwachsen, dauert es beim Waxing im Schnitt einen Monat, bis diese wieder sprießen. Das liegt daran, dass Wachs nicht nur die oberflächlichen Haare abschneidet, sondern die Wurzen entfernt.
Entsprechend benötigen die Haarfollikel in der Haut deutlich mehr Zeit, um sich zu regenerieren.
Beim Waxing bestreichst du die Stelle, die du enthaaren möchtest, mit einem dickflüssigen Spezialwachs. Anschließend drückst du einen Stoff-Applikator auf die Paste, wartest bis diese sich abgekühlt hat und reißt Ersteren mit einem Ruck ab.
Im Handel kannst du zwischen Warmwachs oder Kaltwachsstreifen wählen.

Wenn du Enthaarungswachs selber machst, kannst du dir diese Ausgabe aber sparen und musst dir außerdem keine Sorgen um schädliche Zusatzstoffe machen.

Solche sind in vielen Pflegeprodukten aus der Drogerie enthalten und können die Haut reizen sowie Allergien auslösen.
Nicht zuletzt ist selbstgemachtes Wachs unschlagbar günstig. Um ein Waxing-Rezept zusammenzustellen, reichen häufig einfachste Hausmittel.

Schädliche Zusatzstoffe

  • Palmöl
  • Parabene
  • Paraffine

Waxing selber machen – unser Rezept

Um eine Waxing-Paste zu Hause selber zu machen, benötigst du folgende Zutaten:

  • Zutaten

    • 3 EL Zucker
    • 1/2 Glas Wasser
    • Zitronensaft
    • 2 EL Honig
  • Hilfsmittel

    • 1 Topf
    • 1 Stoffstreifen

Anwendung:
Nimm den Topf, gibt die Zutaten hinein und vermische sie gründlich. Dann erhitzt du die so entstandene Mischung ohne Deckel auf niedriger Hitze, bis sie sich etwas andickt und einen karamellfarbenen Braunton annimmt.
Bevor du die Waxing-Paste aufträgst, solltest du sie einige Minuten abkühlen lassen – bis sie sich angenehm auf deiner Haut anfühlt. Außerdem ist es sinnvoll, die zu behandelnden Körperstellen zu desinfizieren.
Dann streichst du das Wachs in Haarwuchsrichtung auf die entsprechenden Hautpartien.
Zum Schluss presst du einen Stoffstreifen auf die Paste und ziehst diesen entgegen der Wuchsrichtung ruckartig ab.

Gut zu wissen:
Häufig bleibt beim Warmwachs selber Machen ein kleiner Rest zurück. Diesen kannst du in einem Gefäß oder einem Einmachglas aufbewahren. Beim Erkalten härtet die Mischung aus – willst du sie also noch einmal verwenden, solltest du den Behälter langsam in einem Wasserbad erhitzen.

Tipp: Wenn deine Haut danach etwas brennt, kannst du sie mit einer pflegenden K├Ârperbutter beruhigen. Meiden solltest du Pflegeprodukte mit Farb- oder Konservierungsstoffen sowie Sulfaten. Diese können das Brennen verschlimmern.

Anleitung fürs Intim-Waxing

Die Haut deiner Bikinizone ist besonders empfindlich, daher solltest du behutsam vorgehen und dich vorbereiten.
Zur Vorbereitung empfiehlt sich eine kühlende Creme. Wenn du die Streifen anwendest, sollten deine Haare außerdem mindestens einen halben Zentimeter lang sein. Ideal ist es, wenn alle Härchen ungefähr die selbe Länge haben. Auch die Raumtemperatur spielt eine Rolle. Wenn dir kalt ist, stellen sich deine Haare auf – dadurch können Hautirritationen entstehen.

Wichtig: Entferne zu Hause nur die Haare, die aus dem Bikini-Unterteil hervorschauen. Das Waxing der Geschlechtsteile solltest du unbedingt von einem Experten durchführen lassen, da die Verletzungsgefahr hochist.

Schritt 1:

Wärme das Wachs auf und streiche es im Anschluss probeweise auf deine Hand. So kannst du feststellen, ob es zu heiß oder zu kalt ist.

Schritt 2:

Verteile das Wachs mit einem sauberen Spatel auf den entsprechenden Hautpartien und drücke einen Stoffstreifen darauf.

Schritt 3:

Warte 10 bis 15 Sekunden, erst dann ziehst du den Streifen ab. Deine Haut hältst du dabei mit einer Hand gespannt und arbeitest entgegen der Wuchsrichtung. Mit der sauberen Hand drückst du danach sanft auf die enthaarten Stellen, um die Schmerzen zu lindern.

Frauen von der Seite

Wichtig ist, dass du nicht dem Drang nachgibst, eine kühlende Salbe oder ein Öl auf deine Intimzone aufzutragen. In den ersten 24 Stunden nach dem Waxing ist es wichtig, die empfindliche Haut in Ruhe zu lassen – du solltest also auch nicht duschen. So gehst du sicher, dass keine Fremdkörper oder Verunreinigungen in deine geöffneten Poren eindringen.
Speziell im Intimbereich kann es sehr schmerzhaft sein, wenn Entzündungen entstehen.
Auch auf Sport oder Saunagänge solltest du im Anschluss verzichten.

Welche Nachteile hat Waxing?

Wax-Streifen selber zu machen, ist eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen. Allerdings gibt es nicht nur Gründe, die für Wachsentfernungen sprechen.
Waxing kann auch unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen. Solche sind beispielsweise:

Gerötete und schmerzende Hautpartien

Auch wenn du Wachs selber herstellst, rötet sich deine Haut durch die Behandlung. Das liegt daran, dass sie beim Herausreißen der Haare strapaziert und in der Folge stärker durchblutet wird.
Es entstehen außerdem mikroskopisch kleine Wunden, die schmerzen können. Diese brauchen etwas Zeit, um zu heilen. Um deine Haut zu schonen, solltest du nach der Behandlung auf ausgiebige Sonnenbäder verzichten und die geröteten Stellen nicht kratzen.

Haare wachsen dünner nach

Das Wachs entfernt nicht nur die Haarenden, sondern auch die Wurzeln und Haarzwiebeln. Dadurch werden deine Haare dünner und brüchiger oder wachsen überhaupt nicht mehr nach.
Das kann insbesondere im Bereich der Augenbrauen zu Problemen führen – falls du irgendwann vollere Brauen haben möchtest.

Infektionen im Intimbereich

Durch die Wunden, die beim Waxing entstehen, kann es zu bakteriellen Infektionen kommen. Besonders schmerzhaft sind diese im Intimbereich. Daher ist es wichtig, die Haut nicht voreilig mit Salben und Ölen zu behandeln. Warte stattdessen, bis sich gerötete Partien beruhigt haben.

Ist Sugaring eine Alternative zum Haar-Waxing selber machen?

Sugaring bezeichnet ein Verfahren, bei dem du Haare mithilfe von Zuckerpaste entfernst. Der Vorteil ist, dass die Zucker-Variante sehr hautverträglich ist und deutlich weniger schmerzhaft als Wachs-Behandlungen. Das liegt daran, dass du beim Sugaring mit der natürlichen Wuchsrichtung der Haare arbeitest und nicht dagegen.
Allerdings ist die Zucker-Methode weniger gründlich. Häufig musst du mehrmals ansetzen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Auch Sugar-Waxing-Paste kannst du selber machen. Hierfür benötigst du:

  • Zutaten

    • 1 Glas Zucker
    • 1/3 Glas Zitronensaft
    • 1/3 Glas Wasser
  • Hilfsmittel

    • 1 Topf

Anwendung:
Vermische alle Zutaten in einem Topf und erhitze die Zuckerpaste, bis sie kocht und Blasen wirft. Anschließend nimmst du die Mischung von der Kochstelle und rührst, bis sich keine Blasen mehr bilden. Die Paste hat die richtige Konsistenz, wenn sie eine goldgelbe Farbe annimmt – ca. 15 bis 20 Umdrehungen sollten reichen.
Bevor du die Paste aufträgst, solltest du die jeweiligen Körperstellen gründlich desinfizieren, damit sie sich nicht entzünden. Lass den Zucker außerdem abkühlen, damit er nicht deine Haut verbrennt. Dann streichst du die Mischung entgegen der Wuchsrichtung auf deine Haut, presst einen Stoffstreifen auf die Zuckerpaste und ziehst ihn ab – fertig!

Letztendlich ist es dir selbst überlassen, welche Methode du vorziehst. Sowohl Waxing als auch Sugaring bieten Vor- und Nachteile. Wenn du deine Zuckerpaste oder dein Haarentfernungs-Wachs selber machst, kannst du dir in jedem Fall sicher sein, dass die Substanz deiner Haut keine unerwarteten Schäden zufügt.
Grundsätzlich empfiehlt es sich allerdings, bei der ersten Behandlung behutsam vorzugehen. Bei empfindlichen Hauttypen könne die Rötungen sehr lange anhalten – du solltest daher das Wachs an vereinzelten Stellen ausprobieren und abwarten, wie deine Haut reagiert.

Wir wünschen dir in jedem Fall viel Erfolg beim Waxing-Paste selber Machen.