Inhaltsverzeichnis
▶ Wie genau kräftigt Olivenöl die Haare?
▶ Kokosöl oder Olivenöl für die Haare?
▶ Sind Nebenwirkungen bei der Pflege von trockenem Haar mit Olivenöl bekannt?
Olivenöl für die Haare
Dein natürlicher Weg zu gesünderem Haar
Olivenöl kennen die meisten Menschen in erster Linie als unersetzlichen Bestandteil diverser Nudelgerichte aus dem mediterranen Raum. Unsere südlichen Nachbarn schwören auf das Öl, da es nicht nur wohlschmeckend, sondern auch gesund sein soll – die Haut strafft und Stimmbänder ölt. Allerdings erfreut es sich nicht nur im Essen großer Beliebtheit – immer mehr Männer und Frauen nutzen Olivenöl bei der Haarpflege. Das liegt daran, dass es – wie die meisten Öle – Inhaltsstoffe enthält, welche das Haar nachweislich kräftigen können.
Doch wirkt Olivenöl für die Haare genau so gut wie synthetische Pflegemittel? Und welche Pflegemethoden versprechen schnellen Erfolg?
Diesen Fragen nehmen wir uns in den folgenden Abschnitten an und geben zusätzlich Haarpflegetipps.
Wie genau kräftigt Olivenöl die Haare?
Olivenöl wird aus unterschiedlichen Gründen geschätzt. Einerseits fühlt sich das Öl schon aufgrund seiner Konsistenz angenehm auf Haut und Haaren an. Weiterhin sorgt die reichhaltige Textur des Naturprodukts dafür, dass die Haare gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt werden. Auch empfindliche Kopfhaut profitiert von der Behandlung, da der Elastase-Anteil im Öl ihr Spannkraft zurückgibt und das enthaltene Chlorophyll gleichzeitig kleine Wunden sowie Hautrisse schließt.
Mithilfe von Olivenöl kannst du Haut und Haaren also einer Rundum-Behandlung unterziehen. Am zuverlässigsten wirkt Olivenöl für die Haare als Kur oder Maske. Dabei ist es wichtig, dass du dir Zeit nimmst und das Produkt einige Stunden lang einwirken lässt.
Wichtig:
Ob und wie gut das Öl wirkt, ist abhängig von der Art der Pressung. Für die Pflege deiner Haare solltest du immer nur kaltgepresstes Olivenöl benutzen. Bei diesem kannst du sicher sein, dass sämtliche wichtigen Inhaltsstoffe vorhanden sind.
Haarkuren mit Olivenöl
Für die Olivenöl-Haarkur benötigst du:
- Ein Eigelb
- Einen TL Honig
- Einen TL Olivenöl
Massiere die Olivenöl-Mischung in deine Haare ein. Damit deine „Mähne“ gleichmäßig mit dem Öl in Kontakt kommt, kannst du sie in Partien unterteilen und diese dann einzeln nacheinander durchkämmen.
Lasse die Kur dann mindestens eine Stunde – im Idealfall über Nacht – einwirken.
Bedecke dein Kissen am besten mit einem Handtuch vor dem Schlafengehen.
Am Morgen spülst du das Öl dann gründlich aus.
Es ist außerdem möglich, Olivenöl für die Spitzen der Haare zu verwenden. Das funktioniert mit einer einfachen Olivenöl-Haarmaske. Massiere einige Tropfen in die Haarspitzen oder Längen ein und lass das Öl bis zur nächsten Haarwäsche einwirken.
Wichtig dabei ist, dass du das Olivenöl möglichst sparsam verwendest. Zu große Mengen können das Haar strähnig und fettig machen. Falls es dir zu aufwändig ist, die Olivenöl-Mischungen für die Haare selbst zu machen, kannst du natürliche Haarmasken auch online bestellen.
Kokosöl oder Olivenöl für die Haare?
Sowohl Oliven- als auch Kokosöl gehören zu den beliebtesten Hausmitteln im Beauty-Bereich. Doch welche Ölsorte eignet sich besser für die Pflege von Haut und Haar? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Grundsätzlich ist es Geschmackssache, welches Produkt du vorziehst, da beide über eine Vielzahl von positiven Eigenschaften verfügen.
Kokosöl kommt bereits seit vielen Jahren in der Haarkosmetik zum Einsatz. Das liegt daran, dass im Öl viele Vitamine und Mineralien enthalten sind, die die Haarstruktur stärken und Wurzeln regenerieren. Außerdem spendet es Feuchtigkeit. Somit kommt das Öl insbesondere sprödem und trockenem Haar zugute.
Es bietet allerdings auch Nachteile. So verträgt sich Öl im Allgemeinen nicht mit Wasser. Wenn du das Kokosöl zu oft verwendest, kann es daher sein, dass dein Haar Wasser nicht mehr speichert und infolgedessen fettig wird. Dies trifft allerdings in ganz ähnlicher Weise auf Olivenöl zu, wenn es für die Haare verwendet wird.
Der Hauptunterschied zwischen beiden Ölen zeigt sich beim Verzehr. Während Olivenöl nämlich über viele ungesättigte Fettsäuren verfügt, finden sich im Kokosöl fast ausschließlich gesättigte Säuren.
Im Allgemeinen ist Letzteres also weniger gesund für den menschlichen Körper. Die gesättigten Fettsäuren können allerdings auch einen Einfluss auf deine Haarstruktur nehmen – Kokosöl fühl sich nämlich allgemein schwerer an als Olivenöl und lässt sich weniger leicht auswaschen. Das kann zu Schwierigkeiten führen, da Ölrückstände dem Haar einen fettigen Glanz verleihen können. Falls du also auf eine einfache Haarwäsche wert legst, solltest du Olivenöl für die Haare vorziehen. Kokosnuss-Haaröl bestechen in erster Linie durch den angenehmen Geruch, den sie verströmen.
Sind Nebenwirkungen bei der Pflege von trockenem Haar mit Olivenöl bekannt?
Obwohl viele Gründe für Olivenöl als Haarpflege-Produkt sprechen, gibt es auch kritische Stimmen, die das Hausmittel ablehnen.
Nachteile von Olivenöl als Kur für die Haare:
Öl ist schwer auszuwaschen
Wie bereits angesprochen, kann es viel Zeit und Energie erfordern, eine Öl-Haarkur restlos auszuwaschen.
Olivenöl kann die Haare schwer machen
Wenn du eher feine, dünne Haare hast, kann es sein, dass das Öl diese schwer und strähnig macht. Du solltest daher testen, wie deine Haare auf die Kur reagieren.
Olivenöl-Haarmasken oder -Kuren können die Haare dunkler machen
Davon sind primär hellbraune sowie blonde Haare betroffen. Allerdings kannst du diesen Nebeneffekt vermeiden, wenn du das Olivenöl nicht zu häufig verwendest.
Nichtsdestotrotz ist Olivenöl für die Haare eine gesunde Alternative zu chemischen Spülungen sowie Shampoos. Wenn du also bereit bist, die möglichen Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, spricht nichts dagegen, dieses nützliche Hausmittel zu verwenden.