Cellulite bekämpfen

So wirst du Orangenhaut los

Cellulite loswerden? Ganz wegzaubern lassen sich die unliebsamen Dellen an Po oder Oberschenkeln wahrscheinlich nicht. Aber keine Panik! Wir haben eine ganze Reihe von Tipps für dich, wie du Cellulite effektiv bekämpfen und sie mildern kannst. Mach jetzt deine Beine startklar für die Shorts- und Minirock-Saison. Denn wir verraten dir, was wirklich hilft, um deine Bindegewebsschwäche zu bekämpfen. Dafür ist es zunächst wichtig, zu verstehen, was Cellulite überhaupt ist, woher sie kommt und was sie verstärkt. Denn nur mit dem nötigen Hintergrundwissen kannst du Orangenhaut den Kampf ansagen.

Was ist Cellulite überhaupt?

Fast jeder kennt sie: Ungeliebte Hautdellen, die oft an Po, Bauch, Beinen oder Armen zu sehen sind. Weil das aussieht wie die Schale von Zitrusfrüchten, wird Cellulite auch Orangenhaut genannt. Vor allem Frauen leiden an dieser Bindegewebsschwäche. Doch ebenfalls Männer können betroffen sein. Schuld sind ein schwaches Bindegewebe und aufgeblähte Fettzellen, die sich im Unterhautfettgewebe befinden. Da das Bindegewebe oft nicht stark genug ist, diese runden Zellen flach zu pressen, sind an der Oberfläche der Haut Dellen sichtbar. Orangenhaut ist übrigens keine Krankheit, sondern vollkommen harmlos. Doch für viele ist Cellulite ein ästhetisches Problem, das sie bekämpfen wollen.

Cellulite wird behandelt

Was verstärkt die ungeliebten Dellen?

Um Cellulite effektiv zu bekämpfen, ist es wichtig, zu wissen, dass sie nicht nur eine Ursache hat. Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass diese mehr oder weniger stark ausgeprägt ist:

  • Die Gene haben einen Einfluss auf das Bindegewebe. Bei wem das genetisch bedingt schwächer ist, der neigt eher zu Cellulite und den ungeliebten Dellen auf der Haut.

  • Vor allem Frauen sind von Orangenhaut oft betroffen. Denn die weiblichen Östrogene helfen dem Körper dabei, ausreichend Fettreserven anzulegen. Sie sorgen dafür, dass Fett schneller eingelagert wird, und verlangsamen seinen Abbau. Deshalb tritt Orangenhaut vermehrt bei Frauen auf. Zudem festigen Gestagene – weibliche Sexualhormone – das Bindegewebe. Verringert sich jedoch mit zunehmendem Alter die Hormonproduktion, schwindet dieser positive Effekt. Die Folge: Das Bindegewebe wird schwächer und Cellulite entsteht.

  • Wer ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hat, bei dem sind die Fettzellen etwas größer. Dadurch schwillt das Fettgewebe an. Und das begünstigt letztlich Orangenhaut.

  • Rauchen schadet nicht nur der Lunge, sondern auch der Haut. Denn durch die Schadstoffe aus der Zigarette wird diese dünner und faltiger. Und je dünner die Haut ist, desto mehr sind die Fettkammern in der Unterhaut und somit die lästigen Dellen sichtbar.

Was hilft gegen Cellulite?

Es ist zwar ernüchternd, aber klar ist: Es gibt kein Wundermittel, das Orangenhaut wie von Zauberhand verschwinden lässt. Doch mit einigen Methoden lässt sich Cellulite bekämpfen und zumindest reduzieren. Welche das genau sind, das verraten wir dir gerne:

Mit Cremes Cellulite stoppen?

Bestimmt hast du schon zahlreiche verschiedene Produkte entdeckt, die der Orangenhaut zu Leibe rücken sollen. Aber helfen diese Anti-Cellulite-Cremes wirklich? Und wie genau? Fest steht: Eincremen alleine reicht meist nicht aus. Denn die in den Cremes enthaltenen Wirkstoffe können nicht so tief in die Haut eindringen, um einen Einfluss auf dein Bindegewebe zu haben. Deshalb ist es wichtig, dass du diese Pflegeprodukte ausgiebig einmassierst – und zwar regelmäßig. Viele Cremes, die Cellulite bekämpfen, enthalten Ginseng oder Koffein. Diese regen die Durchblutung in deiner Haut ordentlich an und bringen somit die Fettzellen zum Schrumpfen. Inhaltsstoffe, die Kollagen bilden – zum Beispiel Vitamin A oder Mikroalgen – straffen deine Haut. Hochwertige Öle pflegen sie, glätten die Oberfläche und sorgen für ein ausgeglichenes Hautbild.

Tipp: Um die Wirkung dieser Anti-Cellulite-Cremes zu verstärken, kannst du Hilfsmittel zum Auftragen der Produkte verwenden. Bürsten oder Roller mit Noppen garantieren nicht nur einen angenehmen Massage-Effekt und entspannen, sondern regen die Blutzirkulation an.

Kokosöl strafft die Haut

Um Cellulite zu bekämpfen, hat sich auch dieses Allroundtalent bewährt: Mit Kokosöl lassen sich die Dellen in den Griff bekommen. Denn es hilft, deine Haut auf natürliche Weise zu straffen. Es spendet Feuchtigkeit und versorgt dich mit wichtigen Mineralstoffen. Durch die Kokosöl-Anwendung wird deine Haut zunehmend straffer und erscheint ebenmäßiger.

Sport – dein effektivster Verbündeter gegen die Hautdellen

Cellulite und somit die Bindegewebsschwäche bekämpfen, klappt am besten mit Sport – so viel steht fest. Denn Bewegung ist und bleibt das effektivste Mittel. Sie sorgt für eine bessere Durchblutung deiner Haut und verbrennt Fett. Die Folge: Deine Fettzellen schrumpfen, dein Gewebe wird straffer und die ungeliebten Dellen verschwinden. Doch das funktioniert natürlich nicht von heute auf morgen. Nur durch kontinuierliches Training kannst du Cellulite stoppen und vermeiden, dass die Dellen schlimmer werden. Deshalb ist es wichtig, dass du am Ball bleibst. Doch welcher Sport ist der richtige gegen Orangenhaut? Kraftübungen oder Ausdauertraining? Eines vorweg: Die Mischung macht’s!

✓ Ausdauertraining

Grundsätzlich gilt: Mach das, was dir Spaß macht! Denn die Hauptsache ist, dass du dich bewegst, um deine Durchblutung und Fettverbrennung in Schwung zu bringen. Und das machst du am ehesten, wenn du eine Sportart gefunden hast, die du wirklich gerne machst. Ideal sind zum Beispiel:

  • Schwimmen
  • Aqua-Fitness
  • Joggen
  • Fahrradfahren

✓ Krafttraining

Mit Krafttraining baust du Muskeln auf und erhöhst somit deine Stoffwechselaktivität. Das sorgt dafür, dass du mehr Fett verbrennst und die Pölsterchen unter deiner Haut verschwinden. Um Cellulite effektiv mit Sport zu bekämpfen, legst du dein Augenmerk am besten auf deine Problemzonen. Meist sind das Po, Oberschenkel, Bauch und Arme. So trainierst du die Muskelfasern gezielt – für ein straffes Ergebnis.

Tipp: Auch Faszien-Training solltest du nicht vernachlässigen, um dein Bindegewebe in Form zu bringen. Cellulite bekämpfen kannst du mit der Faszienrolle, denn diese fördert die Durchblutung und verbessert die Flüssigkeitsversorgung im Gewebe.

Ernährung solltest du nicht vernachlässigen

Cellulite wird behandelt

Mit Crash-Diäten wirst du Cellulite nicht auf Dauer bekämpfen können. Denn durch radikales Abnehmen schadest du deiner Gesundheit. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Esse möglichst wenig Fett, Zucker und Salz. Ja, richtig. Denn Salz fördert die Einlagerung von Wasser in deiner Haut. Dadurch werden die Dellen noch deutlicher sichtbar. Das A und O ist: Viel Wasser trinken. Am besten zwei bis drei Liter pro Tag. Denn so kann dein Körper Schadstoffe ausschwemmen. Zudem wirkt deine Haut dank der Flüssigkeitszufuhr praller und ebenmäßiger. Vermeide zudem alles, was zu einer Übersäuerung deines Körpers beiträgt. Und das bedeutet vor allem: Reduziere deinen Fleischkonsum. Denn die Aminosäuren, die im tierischen Eiweiß enthalten sind, zählen zu den Hauptursachen für Orangenhaut. Kurble deinen Stoffwechsel mit Vitamin C an. Um Fett abzubauen, sollten bestimmte Gemüse- und Obstsorten fester Bestandteil deiner Ernährung sein, zum Beispiel: Paprikas, Kiwis, Orangen.

Cellulite bekämpfen mit Schröpfen?

Die vergrößerten Fettzellen erschweren den Blut- und Lymphfluss. Durch den beim Schröpfen entstehenden Unterdruck sollen diese wieder aktiviert werden. Denn bei diesem Verfahren werden Gläser auf die Haut gesetzt, in denen ein Unterdruck erzeugt wird. Dadurch strömt verstärkt Blut in diesen Bereich des Körpers. So können sich keine Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut bilden und das Bindegewebe wird straffer.

Massagen gegen unliebsame Dellen

Wer Cellulite an den Oberschenkeln, am Bauch oder dem Po bekämpfen möchte, der sollte auch mit Massagen nachhelfen. Denn durch gezieltes Massieren der betroffenen Bereiche stimulierst du die Durchblutung und den Lymphfluss. Zudem reduzierst du so Gewebewasser.

Lymphdrainagen helfen bei Orangenhaut

Cellulite kannst du auch mit Lymphdrainagen bekämpfen, denn dabei werden Wassereinlagerungen aus dem Gewebe abgeleitet. Es handelt sich um eine spezielle Massageform, bei der die oberflächlich unter der Haut verlaufenden Lymphbahnen stimuliert werden – in der Regel sanfte kreisende Bewegungen. Wichtig ist aber auch bei dieser Methode, dass du sie regelmäßig anwendest – am besten zwei Mal pro Woche. Denn nur so erzielst du sichtbare Effekte und deine Problemzonen verschwinden nach und nach.

Bodywrapping für ein straffes Ergebnis

Die Haut mit einem Produkt eincremen, das die Durchblutung fördert, und dann mit Folie umwickeln – das ist Bodywrapping. Auch das soll eine Möglichkeit sein, Cellulite loszuwerden. Denn die dabei entstehende Wärme regt den Lymphfluss an. Dadurch können die Dellen auf der Haut verschwinden.

Ultraschall im Kampf gegen Orangenhaut

Cellulite bekämpfen mit Ultraschall – kann das funktionieren? Bei der Behandlung mit Ultraschall soll die oberflächliche Muskulatur positiv beeinflusst werden. Das Ergebnis: Ein erhöhter Blutfluss, der die Zellaktivität steigert und zur Neubildung von Kollagen beiträgt. Deshalb soll bereits nach wenigen Anwendungen das Bindegewebe sichtbar fester sein. Doch was ist dran? Grundsätzlich ist es wichtig, dass du nur einen Profi eine solche Behandlung durchführen lässt. Denn zu intensive Bestrahlung kann zu Verbrennungen führen – und das möchtest du sicherlich vermeiden.

Die Mischung macht’s

Das Wundermittel gegen die Entstehung von Orangenhaut gibt es nicht. Denn um Cellulite zu bekämpfen, ist ein Hausmittel alleine in der Regel nicht ausreichend. Vielmehr solltest du auf verschiedene Methoden setzen, um die ungeliebten Dellen loszuwerden. Der Schlüssel zum Erfolg sind vor allem Sport und Ernährung. Denn mit diesen pushst du deine Gesundheit und entwickelst ein gutes Körpergefühl. Und je wohler du dich in deiner Haut fühlst, desto selbstbewusster wirst du und strahlst das auch nach außen aus. So rückt die eine oder andere unliebsame Delle schnell in den Hintergrund.